Einfluss des Geldes

Wer recherchiert, stößt auf Schritt und Tritt auf die Aufstellung der Industrielobby und Wirkungen der Industriefinanzierung. Sie reichen in großem Umfang auch in die Positionierungen des Kinder-, Verbraucher- und Umweltschutzes hinein. Man erhält rasch den Eindruck, dass die ganze Gesellschaft von dem Kapital dieser Industrie geradezu durchsetzt ist:

Buch-Empfehlung!

Aussparen der Probleme, Antworten im Sinne der Entwarnung, Überbetonung des großen Nutzens der in Frage stehenden Technologie.
Nach dem Stand unserer Analysen und Recherchen gilt das mit weitreichenden Wirkungen, gerade auf dem Gebiet der heute betriebenen Mobilfunkpolitik.

Vier Faktoren haben ein System des Gesundheits- und Verbraucherschutzes möglich gemacht, das nicht schützt, sondern Mensch und Umwelt gefährdet:

1. Die Wirkungen des Geldes.
2. Grenzwerte und rechtliche Rahmenbedingungen, die der Industrie faktisch so gut wie alles gestatten.
3. Die wirklichkeitsferne Annahme, dass es gerade im Mobilfunk keine besonderen Risikogruppen gibt. >>>
4. Wissenschaftler die vom Staat in maßgebliche Positionen des Strahlenschutzes berufen werden, aber in ihren Tätigkeiten, Ansichten und Einkünften von ihrer besonderen Industrienähe geprägt sind.

Zitat

"Wir werden alles dafür tun, was uns Gott erlaubt, und auch manches, was er verbietet, um diese Innovation voranzubringen."
Erwin Huber, als Leiter der bayrischen Staatskanzlei, zur Bereitschaft des Freistaats Bayern, die Innovation UMTS mit staatlicher Hilfe schneller voran zu bringen, in "Die Welt" vom 16.10.2002

Diagnose-Funk Brennpunkt

Finanzierung beeinflusst Studienergebnis Nach den Auswertungen von Prof. Henry Lai und Dr. Louis Slesin kommt auch die Universität Bern zum gleichen Schluss: Die Herkunft der Gelder für Mobilfunk-Studien beeinflusst massgeblich die Ergebnisse...

Insider warnt: Dreiste Datenfälschung in Forschung frohlocken die Mainstream-Medien Anfang Dezember 2006 - rechtzeitig zum weihnacht-lichen Kaufrausch. "Sorgen vor Elektrosmog" seien "überflüssig". Die Euphorie in den Zeitungen basierte auf einer dänischen Kohortenstudie...

"Bis heute keine Schäden… in keinem einzigen Fall" Mit grotesken Argumenten erklären uns Lobbyisten die Welt. Industrievertreter sind meist sehr wortgewandt. Sie müssen es auch sein, denn es geht darum, für die Industrie unangenehme Sachverhalte ...

Wieso man die TNO-Studie replizierte Diese Ausgabe ist leider etwas umfangreicher. Sie zeigt jedoch beispielhaft, wie das Zusammenspiel zwischen Behörden, Industrie und einer Hand voll Elektro-Ingenieure, welche dem Volk als "Wissensc...

Angebliche Studien-Fälschungen

Mit einer beispielslosen Kampagne wurde versucht, dokumentierte Risiken, Erkenntnisse über genschädigende Wirkungen der UMTS-Mobilfunkstrahlung, als gefälscht darzustellen. Die Inszenierung, die die Rücknahme von Publikationen aus der wissenschaftlichen Literatur zum Ziel hatte, scheiterte. Dennoch wird weiterhin versucht, die Studien und die damit verbundenen Forscher um das Reflex-Programm unglaubwürdig zu machen. Prof. Lerchl der die Kampagne ins Rollen brachte, hat die Konsquenzen bei einer Richtigkeit der Daten in seinem Buch Fälscher im Labor und ihre Helfer (S. 43) wie folgt beschrieben: "Die Ergebnisse von Diem et al. waren also in der Tat Besorgnis erregend. Sollten sie sich bestätigen, wäre dies nicht bloß ein Alarmsignal, sondern der Anfang vom Ende des Mobilfunks, da DNA-Schäden die erste Stufe zur Krebsentstehung sind".
In der Zwischenzeit wurden die kritisierten Studienergebnisse durch aktuelle Studien bestätigt. So entpuppen sich angebliche Studien-Fälschungen zunehmends als unverantwortliche Fälschungsvorwürfe.
Lesen Sie hier die Artikel zu diesem Vorgang >>>

Cell Phone War - Der Handykrieg

Dies war der Wendepunkt, an dem die Wissenschaft endete und die Politik begann. Bis zu diesem Punkt, bis zu diesem Kolloquium und dieser Präsentation der Forschungsergebnisse hatte sich wirklich alles auf die Wissenschaft fokussiert. Aber ab diesem Zeitpunkt war klar, dass die Industrie genug von Wissenschaft hatte und sich auf die Politik und die Frage fokussierte: Wie können wir die Wissenschaft so verpacken, dass es unseren wirtschaftlichen Interessen nicht schadet, und wie können wir uns von den Leuten distanzieren, die wir finanziert haben? – Es war abzusehen, dass dies passieren würde.“ >>>
Dr. George Carlo

"Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der 28,5 Millionen Dollar teuren WTR-Studie, die auf die Gesundheitsrisiken des Mobilfunks hinwies, hat die Mobilfunkindustrie ein weltweites Programm zur Kontrolle der Forschung hinsichtlich der Problematik von Mobiltelefonen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit aufgelegt. Der Versuch, die Wissenschaft für sich selbst sprechen zu lassen, erwies sich für die Mobilfunkindustrie als ein Schuss nach hinten, und man will diesen Fehler nicht noch einmal machen. Dieses Programm der Mobilfunkindustrie ist ausgefeilt und beinhaltet die Steuerung der Forschungsergebnisse durch direkte und indirekte Kontrolle der Forschungsfinanzierung." >>>
Dr. George Carlo

„Sie finden bei Studien, die lange Beobachtungszeiten – lange Latenzzeiten – einschliessen, regelmässig ein erhöhtes Risiko. Es ist nicht dramatisch erhöht, aber es ist so deutlich erhöht, dass wir schon eine gewisse Besorgnis haben, was die Zukunft anlangt.“ – Interviewer: „Und wie geht die Industrie damit um?“ – Prof. Kundi: „Das ist sehr merkwürdig, dass dieses Risiko, genauso wie das früher die Tabakindustrie gemacht hat, vehement geleugnet wird, obwohl alle Untersuchungen, die entsprechende Beobachtungszeiten einschliessen, einen solchen Effekt gezeigt haben.“ Prof. Dr. Michael Kundi, Institut für Umwelthygiene der Universität Wien

Widerstand der Lobby-Verbände

"Ja, das ist so. Seit 30 Jahren bis zur Stunde, dass sinnvolle strukturelle Veränderungen auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft in deutschen Gesundheitswesen nicht möglich sind wegen des Widerstandes der Lobby-Verbände." >>>
Horst Seehofer, ehemaliger Gesundheitsminister und Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Frontal21 vom 06. Juni 2006

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